Allgemeine Venezuela Informationen

Hier haben wir einige interessante Informationen rund um Venezuela für Sie aufbereitet.

Allgemeine Informationen

Geographie

Venezuela liegt zwischen dem 1. und 12. Breitengrad Nord und dem 60. und 73. Längengrad West und damit vollständig in den Tropen. Venezuela liegt im Nordosten Südamerikas und grenzt im Süden an Brasilien, im Westen an Kolumbien und im Südosten an Guayana. Die nördliche Grenze wird durch das karibische Meer gebildet, und im Nordosten durch den Atlantik.
Venezuela bedeckt eine Fläche von 912.050 km2 und hat eine maximale Ausdehnung von 1.290 km in Ost- / Westrichtung und 1.050 km in Nord- / Südrichtung. Venezuelas Höhenlagen reichen von Meereshöhe, über 2.500 m im Hochland von Guayana bis zum Pico Bolivar in den Anden mit 5.007 m.
Venezuela hat eine unglaublich vielseitige Landschaft und ist in 10 verschiedene geographische Regionen unterteilt. Vor der nördlichen Küste liegt eine Kette von karibischen Inseln, von denen die größte die Isla Margarita ist. Die Anden im Westen Venezuelas gehen im Norden in die Küstenkordilliere über, eine Bergkette die sich entlang der ganzen Karibikküste zieht. Im Süden enden die Anden in den Llanos, einer gigantischen Ebene, die sich in östlicher Richtung bis zum Río Caura erstreckt, der durch Venezuelas größtes, zusammenhängendes Waldgebiet nach dem Amazonas fließt, und der erst kürzlich vom Tourismus entdeckt wurde. Südlich der Llanos schließt sich das Amazonasbecken mit dem größten Regenwaldgebiet der Welt an. Östlich des Río Caura beginnt die Gran Sabana (große Ebene), Teil des Hochlands von Guayana, das sich im Norden bis zu den Regenwäldern des Orinoco Deltas und im Süden bis zur brasilianischen Grenze erstreckt.
Venezuelas Hauptstadt Caracas, und der Großteil des erschlossenen Landes liegt in der Zentralregion. Die Hälfte des Landes ist von Gras- und Savannenlandschaften bedeckt, Wälder nehmen etwa ein Fünftel ein. Nur ein kleiner Teil des Landes (weniger als 4 Prozent) wird landwirtschaftlich genutzt.

Geschichte

Die präkolumbischen Kulturen auf venezolanischem Boden lassen sich nach Ausgrabungen etwa auf die Zeit 14.000 v.Ch. zurückverfolgen. Sie waren allerdings deutlich primitiver als die wesentlich besser bekannten Hochkulturen der Anden und Mittelamerikas. Ab etwa 2000 v.Ch. siedelten sich nomadisierende Stämme an den Küsten und in den Llanos an und entwickelten sich zu kulturell eigenständigen Gruppen mit unterschiedlichem ethnischem Hintergrund. Der nun durch die Ansiedlungen geänderte Lebensstil führte zu einem raschen Anstieg der Bevölkerungszahlen, und es wird geschätzt, dass zur Zeit der spanischen Eroberung etwa eine halbe Million Indianer auf dem Gebiet des heutigen Venezuela lebten.
Es war auf seiner dritten Reise, als Columbus im Jahre 1498 auf das Mündungsgebiet des Orinoco stieß und erkannte, dass es sich hier um etwas deutlich größeres als nur eine weitere Insel handeln musste. Im darauffolgenden Jahr segelten die spanischen Eroberer über die westliche Spitze des Landes bis in den Maracaibo - See. Als sie die dortigen Indianer in ihren Pfahlbauten sahen, was sie wohl an Venedig erinnert hat, gaben sie dem Land seinen Namen "Venezuela", was soviel wie "kleines Venedig" bedeutet.
Nach seiner Entdeckung wurde Venezuela eine Kolonie, regiert von spanischen Bürokraten und Klerikern. Die ersten Kolonialisten suchten ursprünglich nach Gold, wandten sich dann aber bald der Landwirtschaft zu und verwendeten indianische Arbeitskräfte und schwarze Sklaven. Rebellionen gegen die Kolonialherrschaft gab es nur sehr wenige, und Venezuelas Geschichte blieb während der nächsten 300 Jahre ziemlich ereignislos.
Zwischen 1820 und 1825 führten Simón Bolívar und Francisco de Miranda die südamerikanische Befreiungsbewegung, die in der Niederschlagung der Spanier und der Befreiung Venezuelas im Jahre 1821 endete. Venezuela, Kolumbien und Ecuador waren in einem Staat "Gran Colombia" vereinigt. Seine Führer waren allerdings nicht in der Lage dieses riesige Gebiet zu beherrschen, und so zerfiel Groß-Kolumbien 1830 in drei unabhängige Republiken. In der Zeit von 1830 bis 1858 wurde Venezuela von verschiedenen Militärdiktaturen regiert, und erlitt eine Zeit politischer Unsicherheit und Bürgerkriege. Im Jahr 1840 meldete Venezuela Ansprüche auf zwei Drittel des Territoriums von Britisch Guayana an, was zu einem bis heute andauernden Grenzkonflikt zwischen beiden Ländern führte. Noch heute findet man dieses Gebiet in venezolanischen Landkarten als 'zona en reclamación' (beanspruchtes Gebiet) gekennzeichnet.
Das Militär regierte in Venezuela auch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts und unter der Herrschaft von General Juan Vicente Gómez wurde das Land stabilisiert, was hauptsächlich der Entdeckung von Erdöl im Maracaibo - See zu verdanken ist. Venezuela wurde sehr bald zum weltweit führenden Erdölexporteur und brachte es damit zum Wohlstand. Trotzdem erreichte nur sehr wenig des Ölgeldes tatsächlich die Bevölkerung, und ein großer Teil der Venezolaner konnte an dem neuen Wohlstand nicht teilhaben. Die Erdölproduktion hatte ihren Höhepunkt in den 40er und 50er Jahren und ermöglichten es dem Präsidenten Marcos Pérez Jiménez die Taschen der Mitglieder seiner Regierung zu füllen, aber auch das Land zu modernisieren. Trotzdem begann die Opposition gegen Jiménez zu wachsen, und nach seiner Absetzung im Jahre 1958 fand Venezuela seinen Weg in die Demokratie mit Rómulo Betancourt als gewähltem Präsidenten. Als erster frei gewählter Präsident, genoss er großes Ansehen in der Bevölkerung und setzte den Auftakt zu einer bis heute andauernden politischen Stabilität im Land. In den darauffolgenden 25 Jahren übernahmen 5 Präsidenten das Amt, alle verfassungsmäßig gewählt.
Heute ist Venezuela unter der Präsidentschaft von Hugo Chavez Frías, der die Wahlen 1998 und 2006 jeweils mit großer Mehrheit gewonnen hat.

Bevölkerung

Venezuelas Bevölkerung ist mit derzeit geschätzten 21 Millionen und einer jährlichen Wachstumsrate von 2,5 % die am schnellsten wachsende in Südamerika. Die Hälfte aller Venezolaner sind unter 18 Jahre alt. Der größte Teil der venezolanischen Bevölkerung lebt in den Städten, alleine in Caracas ungefähr 20% der Gesamtbevölkerung. Die Bevölkerungsdichte ist je nach Region sehr unterschiedlich. Während die Städte der Zentralregion eine sehr hohe Dichte aufweisen, sind andere Gebiete wie los Llanos, Amazonas und Guayana sehr dünn besiedelt. Wegen der ständigen Abwanderung vom Land in die Stadt wird das wohl auch weiterhin so bleiben.
Etwa 70% der Bevölkerung sind Mischlinge (Mestizen und Mulatten). Außerdem leben in Venezuela 20 % Weiße, 9 % Schwarze und nur etwa 1 % Indianer. Heutzutage leben auch sehr viele Einwanderer aus Kolumbien in Venezuela. Die verbreitetste Religion in Venezuela ist die römisch-katholische, obwohl der Protestantismus an Bedeutung gewinnt. Praktizierende Moslems und Juden sind sehr selten.
Es gibt 31 indianische Stämme in Venezuela. Die bekanntesten sind die Piaroa, die Guajibo und die Yanomami im Amazonas, die Guajiro, Yukpa und Bari im Nordwesten, die Warao im Orinoco Delta und die Pemon an der Grenze zu Guyana. Während einige von ihnen, wie z.B. die Pemon, weitgehend in die Zivilisation integriert sind, gibt es andere Gruppen, wie die Yanomami, die völlig abgeschnitten von der Außenwelt in ihrer ursprünglichen Umgebungen und mit ihren Stammesritualen leben. Die größte indigene Gruppe stellen die Guajiro mit etwa 50.000 Mitgliedern dar, gefolgt von den Warao mit etwa 20.000 und den Pemon mit 6.000 Angehörigen. Alle haben eigene Sprachen, wobei aber die meisten auf gemeinsame Wurzeln zurückzuführen und entweder der Sprachgruppe der Caribe, Araguaco oder Chibcha zuzuordnen sind. Einige Stämme haben unabhängige Sprachen, die bekanntesten unter ihnen sind die der Warao und die der Yanomami.
Heutzutage sind Goldgräber, die aus Brasilien ins Land kommen, zu einer ernsten Bedrohung einiger Indianerstämme, besonders der Yanomami, geworden. Verschiedene nationale Organisationen haben sich inzwischen der Sache der indianischen Urbevölkerung angenommen, und versuchen ihr Land und ihre Kulturen zu schützen.


Einreise nach Venezuela

Sie können Venezuela über zwei internationale Flughäfen erreichen. Im zentralen Norden des Festlandes befindet sich der internationale Airport "Simon Bolivar" in Maiquetia - CCS (ca. 40 Minuten von der Hauptstadt Caracas entfernt). Der zweite bedeutende Flughafen des Landes befindet sich auf der Insel Margarita nahe der Stadt Porlamar - PMV. Gern sind wir Ihnen mit Hilfe unserer Partnerreisebüros in Deutschland bei der Flugbuchung behilflich. Setzen sie sich bitte über unser Kontaktformular mit unserem Team in Verbindung und teilen Sie uns Ihre Wünsche mit. Wir werden Ihnen umgehend ein Angebot zusenden.
Von den USA aus können abenteuerlustige Besucher auf dem Seeweg einreisen, indem sie an einem von mehreren Häfen am Golf von Mexiko einen Frachter besteigen. Zwischen Venezuela und den Kleinen Antillen bestehen Fährverbindungen, nicht jedoch zu den Niederländischen Antillen.
Straßen verbinden Venezuela mit Kolumbien und Brasilien, aber es gibt keine Möglichkeit, auf dem Landweg nach Guayana zu gelangen. Wer den gefährlichen Grenzübergang El Amparo de Apure - Arauca oder Puerto Páez - Puerto Carreno nach Kolumbien überschreiten möchte, sollte sich vorher bei seiner Botschaft in Venezuela nach dem aktuellen Stand der Dinge erkundigen. Seitdem im März 1995 kolumbianische Guerillas venezolanische Grenzposten angegriffen haben, sind auf beiden Seiten der Grenze Truppenverbände zusammengezogen worden.


Reiseführer Venezuela


Klima in Venezuela

Heute am Strand in der Sonne liegen, morgen Schneeballschlacht in den Anden ...

Venezuela liegt  bekanntlich mitten in den Tropen. Dennoch findet man hier alle Klimatypen vom tropisch feuchten bis zum alpinen Klima. Jahreszeitliche Schwankungen unterscheiden sich weniger durch die Temperatur als durch unterschiedlich starke Regenfälle. In weiten Teilen Venezuelas herrscht von Mai bis November Regenzeit, wobei zu beachten ist, dass sich diese festen Regeln in den vergangenen Jahren mehr und mehr verloren haben. Regenzeit heißt allerdings typischerweise nicht, dass es wochenlang durchregnet. Vielmehr muss man mit kurzen, aber heftigen Niederschlägen rechnen. Venezuela kann somit problemlos das ganze Jahr über bereist werden.

Link: Aktuelles Venezuela-Wetter


Impfungen/Gesundheit

Link: Reisemedizinischer Infoservice



Geld in Venezuela

Die Währung Venezuelas ist seit dem 1. Januar 2008 der Bolivar Fuerte, der im Allgemeinen mit BsF abgekürzt wird. Bis Mitte des Jahres 2008 war auch noch der "alte" Bolivar (Bs) im Umlauf. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Währungen war neben des anderen Namens eigentlich nur, dass beim alten Bolivar drei Nullen mehr auf den Scheinen standen. Ein Teil des neuen Geldes wurde übrigens in Deutschland hergestellt.
Immer wieder werden wir nach den aktuellen Kursen des Schwarzmarktes gefragt. Sicherlich ist die Aussicht auf "Schnäppchenkurse" sehr verlockend, allerdings sollten Sie sich bewusst sein, dass dies illegal ist und auch für Touristen im Gefängnis enden kann. Ganz zu schweigen von dem nicht zu unterschätzenden Risiko, über's Ohr gehauen zu werden. Immer wieder lassen sich Touristen Falschgeld andrehen oder wundern sich, wenn sie in finsteren Gassen nach erfolgtem Geldwechsel ausgeraubt werden.
Ein Tipp für alle, die noch nicht genau wissen, wie viel Geld sie in Venezuela eventuell noch benötigen werden, aber dennoch nicht große Mengen Bargeld mit sich herumtragen möchten. Bringen Sie einfach ein paar TAN-Nummern für das Online Banking mit. Fast jede Posada bietet ihren Gästen mittlerweile den Zugang zum Internet. Und selbst wenn nicht: Ein Internet Cafe ist in der Regel nicht weit.

Link: Aktueller Wechselkurs des Bolivar zu US-Dollar und Euro

Link: Offizielle Website zum Bolivar Fuerte (spanisch, aber mit Bildern)


Sicherheit in Venezuela

Venezuela ist sicherer als viele andere südamerikanische Länder. Dennoch gibt es natürlich auch hier schwarze Schafe. In Venezuela gibt es viele Menschen, die unter dem Existenzminimum leben, und auf diese Art versuchen, sich ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Tipps:

  • Geld sollte unauffällig aufbewahrt werden. Ein Geldgürtel, unter der Kleidung getragen, ist immer noch die beste Methode, Geld, Pass usw. zu transportieren.
  • Teilen Sie ihr Geld auf. Es ist sinnvoll, immer kleinere Beträge in der Tasche zu haben, um beim Bezahlen nicht das ganze Bündel herausholen zu müssen.
  • Verwenden Sie Reiseschecks, sie werden bei Verlust ersetzt.
  • Teure Gegenstände wie Kameras usw. sollten unauffällig getragen werden.
  • Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt.
  • Lassen Sie nichts im Auto, wenn Sie den Wagen abstellen.
  • Vermeiden Sie, nachts alleine in dunklen Gegenden spazieren zu gehen.


Kulinarisches in Venezuela

Das Nationalgericht ist der Pabellón Criollo, eine Kombination aus schwarzen Bohnen (Caraotas), Kochbanane (Platano), Reis und zerrissenem Faserfleisch (Carne Mechada). Ein typisches Gericht sind außerdem die Hallacas (Ragout aus Rindfleisch, Rosinen, Gemüse, Wurst, Kapern, Zitronen und Nüssen in Maisteig) und Mondogo (kräftig gewürzter Eintopf mit Kutteln). Dazu werden vor allem Saft, gemischt aus Melasse, Limettensaft und Wasser getrunken.
Eine kulinarische Spezialität Venezuelas sind die überall angebotenen Arepas, gebackene oder frittierte Maisfladen.
Der Sancocho ist eine Suppe, die in der Regel in einem großen Topf für viele Menschen angerichtet wird und verschiedene Gemüse- und Fleischsorten enthält.


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